Verfasst von: beatle89 | September 23, 2010

“Kommt her, ich hab hier noch ‘n Züttel!!!”

In Dun-Edin ging nicht mehr viel, schnell Blog hochladen und ich bin inzwischen Besitzer eines Kapodasters für meine geliebte Gitarre. Ohne größere Umwege ging es an den Moeraki Beach. Dort liegen gewaltige, bis zu mehreren Tonnen schwere Steinkugeln am Strand rum, die einen Durchmesser von fast 3 Metern erreichen. Ein angespültes Kälbchen lag auch da rum. :-D

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Kalksalze kristallisierten sich vor vielen Millionen Jahren am Meeresgrund um feste Kerne. Der Meeresboden hob sich und die Brandung wusch sie frei.

Weiter ging es dann nach Oamaru, der Whitestone-Stadt. Hier wird seit zig Jahren weißer Kalkstein abgebaut und daraus die super aussehenden Gebäude der Innenstadt errichtet. Wir fuhren hier her, weil es ein beliebtes Gebiet für blaue Pinguine und Gelbaugenpinguine ist, und die wollten wir sehen. Zuerst ging es zu den gelben, die kommen früher an Land als die blauen. Leider durfte man nicht an den Strand aber von einer Beobachtungsplattform konnten wir sie auch gut beobachten. Einer kam auch den steilen Hang bis hoch.

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Danach ging es zu den Blue Pinguins, doch jetz kommt wieder die habgierigkeit mancher Leute zum Vorschein. “Komm, wir nehmen Geld dafür, dann werden wir reich, weil alle die Viecher sehen wollen und dafür auch Geld bezahlen würden!” Nicht mit uns, nein, nicht mit uns. Angepisst fuhren wir ein paar Kilometer zurück zu der “All Day Bay” und nächtigten an dieser schönen Bucht.

Am nächsten Morgen fuhren wir landeinwärts, vorbei an herrlichen türkiesblauen Seen und mehreren Staudämmen zum Mt. Cook Village. Von dort ging eine Schotterstraße zum Tasman Glacier und dem dazugehörigen mausgrauen See. Vom Gletscher war nicht viel zu sehen, auf dem See allerdings befanden sich abgebrochene Eisbrocken, was sehr spektakulär aussah.  

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Zurück und erneut vorbei am Lake Pukaki ging es zum Rastplatz bei Twizel, mit Feuerstelle und was logischerweise dazu verlockt Feuer zu machen. Jedenfalls Beatle, der Pfadfindervorsitzende in unserem Team, lässt sich sowas nicht zweimal sagen.

Der nächste Morgen war kalt und verschneit! Also wieder ab Richtung Ostküste. Einzige Sehenswürdigkeit auf diesem Weg war die “Church of the Good Shepherd” am Lake Tekapo, der größte der drei von Gletschern geschaffene Seen im MacKenzie Hochland.

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Einst erbaut für die Schafhirten dieser Region.

In Timaru, einer schönen 28000 Mann Stadt an der Ostküste, parkten wir Rolf an der Caroline Bay und gingen durch Park und City schlendern. Abends nach dem Abendbrot gings zum Skatepark, Beatle wollte sich noch ein bisschen austoben. Als er fertig war nahm ich mir das Rollbrett auch mal vor und siehe da, der “360° Hop On Bonebreaker” war meine neue Erfindung (Ist nichts für Anfänger!!!). :-D

Im Peel Forrest Scenic Reserve wartete die Acland Falls auf uns. Circa eine Stunde waren wir insgesamt unterwegs und siehe da, ein kleiner, niedlicher Wasserfall floss die Felsen hinab.

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Bis, und in Ashburton war auch nicht viel los, das sagte selbst die Frau aus der Info. Die Zeit mussten wir uns trotzdem vertreiben und fuhren an den steinigen Strand und tranken erstmal nen Kaffee. Beatle las Buch und ich spielte auf meiner Gitarre. Gepennt haben wir im Park in Ashburton und das war es auch schon für diesen Tag.

Earthquake City wir kommen. Bis nach Christchurch führte uns eine lange, lange Straße ziemlich geradeaus über die längste Brücke von Neuseeland (nicht spektakulär). Mir kam es ein bissl vor wie in Australien, wo man das Lenkrad nur festhalten musste. In Chch angekommen dachten wir: “Und hier war vor gut zwei Wochen ein Erdbeben?” Außer hier und da noch ein paar Löcher in den Häusern, gesperrte Straßen und nem evakuiertem Westpac Gebäude war schon alles, wortwörtlich, wieder im Lot.

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Eine der Hauptattraktionen von Christchurch, die Christchurch Cathedral am Cathedral Square, hat keine größeren Schäden abbekommen.

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Beide Bilder aus der Manchester Street, hier hat es anscheinend am meisten gerappelt.

Wir guckten uns die City an und kamen an einem Markt vorbei, schlenderten drüber und sahen “Bavarian Highlights”. Eine deutsche Bratwurstbude und das ließen wir uns natürlich nicht nehmen. Aber bis der Hunger eintrat, tranken wir erstmal im benachbartem Biergarten ein kühles blondes. So nun war es soweit, schmeckt die wirklich wie in Deutschland und ist der Typ in der Bude auch ein Deutscher? Ja, war er und was für einer. Aus Erfurt stammt er und wie es der Zufall wider so will, sein Onkel kommt aus Beuren und war Pfarrer in Heiligenstadt. Man schonwieder so ein Beispiel für “Klein ist die Welt”. Das beste war aber, er wollte noch nicht einmal versuchen, seinen ostdeutschen Dialekt im englischen nicht zu benutzen, klasse. :-D Wir bestellte uns jeder eine Bratwurst mit Senf und den Sauerkraut gab er und gratis dazu. Super, einfach nur richtig lecker. (Gerade wo ich es schreibe, läuft mir das Wasser im Mund zusammen.) Mutter, du brauchst uns keine Bratwürste mehr schicken, wir wissen jetz wo wir hingehen können. ;-)

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Und da so ein deutscher Stand auch die deutschen Kunden anzog, standen wir kurze Zeit später nicht mehr alleine da und wussten gar nicht mehr, dass wir in Neuseeland sind. Eine Kölnerin, zwei Frankfurterinnen, eine Berlinerin, hier und da ein paar deutsche Familien und zwei Kumpel, die den Bratwurstfachverkäufer wohl schon gut kannten. Nach der Plauderrunde sagten wir noch zum Budenbesitzer, dessen Name wir noch rausfinden wollen: “Tschüss und bis nächsten Sonntag!” Da pfiff er uns noch kurz zurück und sagte: “Kommt her, ich hab da noch ‘n Züttel mit Leberwurst für euch, das hab ich heut Mittag mal ausprobiert!” “Boah krass, Leberwurst!” waren unsere ersten Worte. Natürlich wussten wir jetz, was es zum Abendbrot gab und man, die war ein Gedicht, besser noch, endlich mal wieder vernünftige Wurst.

Nach einem chilligen Morgen im Park ging es auf die Banks Penisula Halbinsel, vorbei am Lyttleton Habour und schönen Buchten, machten wir erstmal Rast an der Pigeon Bay. Danach fuhren wir weiter zum 600 Seelen Ort Akaroa mit seinem schönen Naturhafen.

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Schöner Blick auf den Akaroa Harbour.

Wir vertrieben uns die Zeit mit Kaffee trinken und fuhren gegen 4 Uhr wieder nach Christchurch in den am Strand gelegenen Vorort Sumner. Da machten wir uns lecker Bratkartoffeln mit Ei und Gemüse und gingen zu Bett.

 

The Metallica 6.1 Aftershock

Heut war es endlich soweit. Das Ereignis, auf das wir so lange gewartet haben, uns deswegen noch so lange auf der Nordinsel die Zeit vertreiben mussten, uns mit Ticketek wegen der Karten rumärgern mussten, es war soweit. Alles vergessen, Metallica kann kommen!

Wir parkten Rolf schon am Morgen auf dem Parkplatz vor der CBS Canterbury Arena, um uns quasi einen Platz zu sichern. Bis es dann soweit war, gingen wir los Richtung City und auf einmal fing es an zu schneien! Was ist denn jetz los? Am Morgen (vor ca. 2 Stunden) war noch ein wolkenfreier Himmel zu sehen und jetz schneit es. Als wir zurück bei Rolf waren, gabs erstmal ein Bier und später dann gebratene Kartoffelbrei-Gemüse Klöße. Gut gestärkt ging es um 18 Uhr rein und am Merchandise Stand kauften wir uns jeder ein T-Shirt für 50$, das war es uns wert, wir sehen Metallica mit Sicherheit nur einmal in Christchurch. Drei Vorbands waren für den Abend angesagt. Tainted, Metal aus Anti-Christ(church), so formulierte es ein Fan ;-) , dann Sword, True Metal aus Texas und danach ein echter Kracher, Fear Factory, einfach nur geil. Um 9pm kamen die Götter auf die Bühne und legten einen klasse Auftritt hin, mit grandioser Bühnenshow, Lasertechnik, Flammen, usw.

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Es war der Wahnsinn!

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James, fucking, Hetfield!!!!

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Beim letzten Lied, Seek and Distroy, gings nochmal ab.

Ein Lied widmeten sie auch Jeany, der Frau, die das Video in YouTube hochgeladen hatte, in dem sie Metallica bat, nach Christchurch zu kommen. Das hat sie dann auch verdient, oder nicht?!

Nach einer zweistündigen genialen Show war es rum, doch irgendwas fehlte. Normalerweise ist es ja kein Thema sich bei Konzerten seinen Weg nach vorne zu boxen, hier war aber in der Mitte ein Zaun, komplett durch die Halle. Man konnte also in die erste Reihe nur, wenn man das richtige Ticket hatte… Schade drum. Hinten stehen war noch nie unser Ding…

But anyway, es war geil und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Als wir anschließend raus gingen schneite es schonwieder, Hallo?!, es ist Frühling und quasi ende April, wenn man es so will! Naja, nach einem Bier und etlichen Diskusionen mit den Kiwis, die von uns heimgefahren werden wollten (die waren sogar so dreist und setzten sich einfach hinten rein), hauten wir uns hin und schliefen erstmal aus.

Den nächsten Tag war klar kommen angesagt. Also nichts besonderes passiert. Library, Christchurch Cathedral besteigen, duschen. Später fuhren wir noch nach New Brighton zum 300 Meter langem Pier, gammelten rum und fuhren zu einem nah gelegenen Rastplatz am Strand. Dort gabs lecker Wurst mit Ei und später dann das Bett.

 

(written by M.T.)

Verfasst von: beatle89 | September 15, 2010

HAFERSCHLEIM!!!

Das ewige Eis

Weiter Richtung Süden haben wir den Beiden Gletschern Franz Josef & Fox einen Besuch abgestattet. Als erstes kam der Franz Josef Glacier. Bei herrlichem Dreckwetter haben wir uns zum Eis durch geschlagen. Von weitem sah es schon cool aus, wie als hätte man einen Staudamm gesprengt und die Flut ist auf einen Schlag eingefroren. Als ich in Norwegen war hatte ich das vergnügen eine Gletscherwanderung zu machen, leider hat hier das Geld nicht gereicht, also blieb es dabei den Weg bis zum Ende zu gehen und das Eis zu bewundern, wie schön bläulich es schimmert.

Der Rückweg war dann schöner, die Sonne hat sich jetzt von der besten Seite gezeigt. Unsere Hosen sind getrocknet und wir hatten noch genug Elan zum Lookout zu klammpern.

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Ein Blick auf das Gletschertal lässt erahnen, wo sich der Gletscher vor hunderten von Jahren befand.

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Der Franz-Josef Gletscher.

Anyway, zurück am Auto bekamen wir noch Besuch von einem ganz anderen Zeitgenossen, den wir noch öfters sehen sollten! Dem drolligen, gummigeilen Kea. Ein Bergpapagei mit einer Vorliebe für Scheibenwischergummis, Türdichtungen und alles was man sonst noch so gummiähnliches am Auto findet.

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24km weiter nach S üden kam dann auch schon der Fox Glacier. Der schönere von beiden! Das Tal an sich war schon cooler, meterhohe, schwarz schimmernde Felsen mit nen bisschen Grünzeug und blaue Gletscherwasser Seen.

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Und hier der schönere Fox Gletscher.

Beide Gletscher sind bis 1970 dramatisch zurück gegangen, haben sich aber erholt und wachsen wieder. Der Weg zum Eis ist auch nicht ungefährlich, wenn sich ein Brocken löst und abstürzt kann es zu einem drastischen Anstieg des Gletscherflusses kommen.

Ganz in der Nähe hatten wir uns dann niedergelassen, am Lake Matheson, dem Spiegelsee. Wenn man Glück hat, kann man hier bei Sonnenaufgang den Mount Cook und Kollegen im See perfekt gespiegelt sehen. Das Glück war uns heute noch nicht so hold, vielleicht morgen beim Sonnenaufgang…

Rolf war komplett eingefroren am nächsten Morgen, innen wie aussen! Auch der Morgen war noch kalt wie Hund, der Blick vom “Reflection Island” hat dann alles wieder wett gemacht. Frühs um kurz nach sieben (!) hatten wir Tatsache Glück, Mount Cook². Das frühe aufstehen hat sich allemal bezahlt gemacht.

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Der 3754 Meter hohe Mount Cook (mitte links) macht sich prächtig.

Da der Samstag komplett mit blauem Himmel gesegnet war haben wir beim Fox Glacier nochmal kurz halt gemacht. Auch hier haben die blauen Seen perfekt gespiegelt, herrliche Bilder!

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Das Glück war heute definitiv auf unserer Seite. Wir haben auf dem Weg nach Haast an einem Strand angehalten an dem es Gelbaugenpinguine gibt. Von weitem hatte ich schon was schwarz-weißes an den Strand watscheln sehen, nix wie hin! Das stand er dann, so graziös wie Pinguine nur sein können. Cody haben wir ihn getauft, wie aus dem Film “Surf´s Up”! In freier Wildbahn, wahnsinnig cool!

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In Haast haben wir getankt und sind kurz in die Info geschnippt. Unwetterwarnung, och nö ey… Egal, weiter gehts nach Wanaka. Durch den “Mount Aspiring National Park”, vorbei an den Thunder Creek Falls.

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28 Meter fallen die Thunder Creek Falls in die tiefe.

In Wanaka hat mich dann meine liebe Oma Margret angerufen und gefragt ob wir denn was vom Erdbeben gemerkt hätten. ERDBEBEN??? In Haast hatten wir was gelesen, aber irgendwie nicht für Voll genommen. Nö, wir haben nüscht gemerkt!

Wanaka selber war very nice! Viele schöne kleine Pub´s gerammelt voll mit Leuten die gerade vom Snowboarden wieder kamen… Wir wolln auch Snowboarden, aber NÖ der Pleitegeier fliegt ja hinter uns her! Hier bleiben wollten wir trotzdem über Nacht und haben am See ne schöne Stelle gefunden.

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Wunderbare Restarea am Lake Wanaka.

Bis vier Uhr Nachts ging das auch gut, da kam dann, wiedermal, ein netter Mann von der DOC. Wir sollten doch bitte wo anders hinfahren, die Bullen sind unterwegs und er ist nur hier um uns zu warnen. Okay, dann nix wie Weg. Markus ist gefahren und meine Wenigkeit ist liegen geblieben. 50km weiter hatten wir dann ne Rest Area gefunden und konnten auspennen! Bei orkanartigen Böen sind wir ins schöne Queenstown gefahren. Trotz das wir bei Regen angekommen sind hat uns die Stadt direkt gefallen, ne herrliche Fussgängerzone und kleine Cafe´s. Nicht desto trotz, wir müssen duschen, das steht mal fest. In einem Motor Camp gabs Public Showers für nen 5er, erstmal richtig einweichen!

Danach konnte die Bummelei durch sie Stadt beginnen. Lange sind wir dennoch nicht gelaufen, es hat Binfäden der allerfeinsten Sorte geregnet… Gut das wir Rolf haben, in dem haben wir es uns schön gemütlich gemacht, mit Kaffee und Eierpfannkuchen! Da hatten wir es zum Sonntag noch schön gemütlich. Irgendwann Nachts um zwölf sind wir 20 Minuten weiter zu nem Rastplatz gefahren, wie sich am nächsten Morgen heraus stellte direkt mit Blick auf den Lake Wakatipu.

Geweckt wurden wir auf eine sehr lustige Art und Weise. Ein paar Sachsen waren gerade da um die Aussicht zu genießen. Die haben so herrlich lautstark den “Miielfoard Saund” in “Sachsenenglisch” erwähnt, das wir mir einem grinsen auf den Lippen aufgestanden sind. “Cän you see sät ouwer thär?” Klasse :-)

Der Weg führte uns weiter nach Te Anau, dem letzten Ort vorm Fjördland Nationalpark. Der größte National Park Neuseelands und eines der feuchtesten Gebiete der Erde, mit 200(!) Regentagen im Jahr. Gletscher Formten die herrlichen Fjörde in denen jetz die Tasman See ist und natürlich ist der viele Regen der Grund warum es hier so aussieht, wie es aussieht. GRÜN! Heute hatten wir leider das Pech das eine “Avalanche”- Warnung herausgegeben wurde. Es war an den letzten Tagen nur Dreckwetter was dazu führen kann, dass auf der Milford Road besagte Avalanches abgehen, Tonnen von Schnee, Geröll und alles was der Berg nicht mehr halten kann stürzen dann auf die Straße und müssen von schwerem Gerät beseitigt werden. ALSO, Zeit totschlagen. Gut das die Library ein freies Internet hat. Hier haben sich im laufe des Tages nen ganzer Sack voll Backpacker eingefunden die das selbe Schicksal heimgesucht hat.

Am Dienstag hatten wir Glück, geiles Wetter und ne offene Straße. Man die Fahrt war schon die Reise wert, viele Keas, der “downhill” Homer Tunnel und einfach ne krasse Landschaft.

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Raus aus`m Homer Tunnel und über die Serpentinen ins Tal.

Zum krönenden Abschluss dann der Milford Sound.

Dazu muss ich mal was los werden. Irgendwo in einer Broschüre hatte ich gelesen, dass die Tourimusindustrie der Landschaft zwar nicht schadet, aber ihr die Ruhe nimmt! Verdammt, hier gibt´s nen kleinen Flugplatz, nen Terminal für den kleinen Hafen und Drölftausend Busunternehmen die hier her kutschen. Einfach überlaufen die ganze Sache. Landschaftlich der Kracher, mit dem ca. 1700m hohen Mitre Peak (meist fotografierter Berg NZ´s) und dem Fjord, der Sonne… seht selbst.

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Hier die Bowen Falls.

Die Maoris behaupten, dass die Kriegsgöttin die Sandfliegen erschaffen hat, weil sie es den Menschen nicht gönnt, die Landschaft zu genießen. TRUE, wir mussten uns seit langem mal wieder mit “Antimückenzeugs” einschmieren.

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Einfach klasse, bei bestem Sonnenaufgangswetter am Milford Sound.

Ein Mittwoch an dem alles stimmt. Frühstück am Milford Sound und bestes Wetter. Von dort aus weiter zu “The Divide” ein Ausgangspunkt für viele Wanderwege. Wir haben uns für den 3h Walk zum “Key Summit” entschieden. 3h, inklusive Rückweg. ;-) Zwischendurch haben wir ganz schön geächzt, bei dem steilen Weg. Da half nur an das Bier aufm Gipfel denken, nen Lied trällern und einen Fuß vor den anderen setzen. Die Belohnung hatten wir allemal, 360° Blick in alle Täler!

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Wir sind nicht auf dem direkten Weg zurück zu Rolf, sondern haben einen kleinen Umweg in Kauf genommen, zum Howden Hut inklusive Howden Lake. Eigentlich ist ja der Lake Matheson der Spiegelsee, der hier toppt aber alles bisher dagewesene!

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Er hätte den Namen “Mirror Lake” verdient!

Koch Gar sind wir um drei wieder bei El Rolferino angekommen, haben uns in die Karre gefläzt und sind zum Kiosk Creek gefahren, einem “Self-check-in Camp”! HUCH, vergessen :-D Bei Feuer, Bier und Bohnen aus der Dose haben wir dann Feierabend gemacht. Ein schöner Tag!

Vom Kiosk Creek sind wir nach Invercargill gefahren. Die Stadt gefällt mir, Duschen für einen Dollar, Backpackers Heaven ;-) Nur mit den Sehenswürdigkeiten hapert’s nen bisschen, deswegen sind wir am Freitag direkt wieder los. Der Southern Scenic Drive nach Dunedin war nu dran. Am Bluff Lookout kamen wir das erste mal zu stehen, das war mal wieder ein Lookout, erneut mit 360° rundumblick und Steward Island konnte man auch sehen!

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Zu den nächsten Stationen gibt es nich so sehr viel zu sagen, außer, dass der “Slope Point” der südlichste Punkt Neuseelands ist. Auch diesen Tag haben wir mit einem Feuer abgeschlossen, leider hatte es dann angefangen mit regnen.

Der Waipapa Point mit faulen Seelöwen und einem schönen Strand:

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Das auskunftsreiche Schild am Slope Point: Equator und Southpole

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Der Curio Bay mit den versteinerten Bäumen und Gelbaugenpinguinen:

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Und dem Florence Hill Lookout:

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Ein Wasserfall am Morgen vertreibt Kummer und . Die Mc Lean Falls sin auf unserer Wasserfallliste auch ziemlich weit oben mit dabei. (wir sind noch am ausklamüsern der wievielte das nu wieder war :-)

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Gestern waren sie noch geschlossen, heute hatten wir Glück, die Cathedral Caves sind begehbar. Für 5$ hat uns die nette Frau auf den Strand gelassen an dem wir die Höhlengebilde bewundern können. 5 gut investierte Dollar!

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Die Purakaunui Falls haben wir uns kurz vorm Mittag mit einer Busladung voll Rentner angesehen. Ich weiß ja nich wie ich später mal bin und lästern will ich auch nich, aber Senioren mit den neuesten Digitalkameras sind schon ne ulkige Angelegenheit… ;-) Trotzdem herrliche Wasserfälle, da gibt´s nix!

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Und hier noch kurz eine unserer neuen “Geldspar- Mahlzeiten”, was schottiches, Porridge, oder vielleicht habt ihr schon mal was von Haferschleim gehört?

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Sieht nicht sehr appetitlich aus, ist es aber!!!

So gestärkt haben wir dem Nugget Point und seinem Leuchtturm einen Besuch abgestattet.

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Wir waren aber irgendwann so dermaßen zu nix mehr zu gebrauchen, dass wir das Sightseeing einstellten. Wasserfälle und Leuchttürme sind ja nicht direkt an der Straße, sondern meistens über zig Stufen und etliche Meter Feldweg zu erreichen, da darf man auch mal kaputt sein. Zum Abendbrot hab ich uns nen kleines Feuer angezündet, damit wir das Toastbrot nich in einer Tour roh essen müssen! Da ging´s dann bergauf!

Am Sonntag war es dann soweit, Dunedin, 113000 Einwohner, ein achteckiges Stadtzentrum namens, welch wunder, Octagon und die steilste Straße der Welt. Wir sind da. Gut das Sonntag war, da kann man überall umsonst parken. Erster Eindruck, schöne Stadt. Wir haben die meiste Zeit mit Bummeln verbracht, zum Mittag Fish´n Chips gemampft und besagte Straße erklommen.

“Dun Edin” wirds gesprochen und besitz attraktive Gebäude:

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Die erste Kirche in Otago.

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Der coole Bahnhof!

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Das alte Infocenter und im Hintergrund die neugotische St. Paul`s Church.

Die Baldwin Street, 35%, da hab ich den guten Rolf schön im ersten hoch schnurren lassen unter vielen skeptischen Blicken der Fussgänger! ;-D

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Gepennt haben wir im Botanischen Garten und sind abends noch mal in die City. Bis zum Dienstag haben wir uns hier die Zeit vertrieben, da hab ich meinen vierten(!) IPOD angeholt, gut das die Garantie so gut funktioniert, und wir konnten endlich weiter. Wir müssen ja pünktlich bei Metallica in der ersten Reihe stehen…

 

 

(written by B.)

Verfasst von: beatle89 | September 6, 2010

Welcome to the South Island!

Wir sind also jetz auf der Südinsel angekommen. Als wir am Morgen um 7.00 Uhr im knapp 4000 Seelen Nest Picton aufstanden, bekamen wir sie auch zum ersten mal zu Gesicht und wir waren schon ziemlich begeistert. Durch vieler Mann hatte man schon gehört, dass die Südinsel der Nordinsel keineswegs nahe steht. Und wir konnten es im laufe der Zeit nur bestätigen. Die verschiedenen Landschaften sind einfach unbeschreiblich klasse.

Im Infocenter wollten wir uns nur kurz informieren, wie das Wetter in den nächsten Tagen wird. Doch aus dem kurz wurde eine gute halbe Stunde, da wir einer 44 jährigen Deutschen namens Anett gegenüberstanden und sie uns ihren Lebenslauf schilderte. Sie kam aus dem Spreewald und hatte uns auch erzählt, wie sie den Mauerfall mit ihrem gelben Trabbi erlebt hatte, wie sie mit ihrem Lebensgefährten vor sieben Jahren nach Neuseeland ausgewandert ist und sie nach fünf Jahren erneut versuchte, in Deutschland klar zu kommen. Allerdings ohne Erfolg, da ihr alles zu oberflächlich war. Sie lebt jetz wieder in Picton hat drei Jobs und ein Kanu, mit dem sie immer in den Fjorden rumpaddelt. Wir werden sie nochmal besuchen, wenn wir wieder da sind.

Von Picton fuhren wir den “Queen Charlott Drive” nach Nelson. Der Weg dauert zwar länger, doch er führt direkt an den von Farnen und Regenwaldähnlichen Pflanzen zugewucherten Hängen der Malborough Sounds entlang und mit den verschiedensten Blicken auf die Sounds war er ein echt lohnenswerter Umweg.

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In Nelson, der Stadt in der die ersten Deutschen Siedler das neuseeländische Festland betraten, fuhren wir zum Anzac Park und genossen bei bestem Frühlingswetter einen Kaffee. Anschließend gingen wir noch in die 1967 fertiggestellte “Christ Church Cathedral”.

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Danach ging es auf die Halbinsel “Rabbit Island”. 930 ha Wald und einem Strand von dem man auf die ganze Tasman Bay gucken kann. Von dort fuhren wir weiter bis zum Rande des Abel Tasman National Parks, mit 22350 ha Neuseelands kleinster National Park. Wir fuhren ein paar Restareas an, um ein Schlafplatz zu finden, doch überall stand “No Overnight staying!”, ein Nachteil gegenüber der Nordinsel. Aber bezaubernd ist die Gegend mit den schönsten Stränden von Neuseeland, so steht es im Reiseführer, aber macht euch euer eigenes Bild darüber.

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Da wir wie gesagt nirgends stehen durften, fuhren wir weiter den State Highway 60 und kamen am Hawke’s Lookout an. Hier durften wir stehen bleiben und das machten wir auch. Vom Balkon des Lookouts guckten wir in die Tasman Bay und gönnten uns dabei ein frisches Kaiser Bier.

Am nächsten Morgen ging es früh raus und weiter auf dem SH 60 Richtung nördlichsten Punkt der Südinsel. Auf dem Weg machten wir einen Abstecher zum “Memorial of Abel Janszoon Tasman”, dem holländischen Enddecker dieser Gegend. Doch eigentlich wollten wir zu den Wainui Falls. Durch den Dschungel , entlang des Wainui River und über eine Hängebrücke kamen wir nach 40 Minuten ans Ziel.

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Am Ende des Highways kamen wir am nördlichsten Punkt an, dem Cape Farewell mit dem 35 Kilometer ins Meer jagendem Farewell Spit, eine aus Meer und Wind geschaffene Nehrung aus Quarzsand. Hier wanderten wir ca. 2 Stunden rum und genossen die pure Einsamkeit, nur ein “paar-(tausend)” Schafe waren noch mit dort.

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Auf dem Rückweg fuhren wir noch an den Waikoropupu Springs vorbei. Und jetz kommts. Wir standen vor den größten Frischwasserquellen von Ozeanien. 14000 Liter Wasser pro Sekunde strömen hier aus dem Boden und sie hat die klarste Wasserqualität der Erde, eine Qualität wie diese kann man sonst nur in der Antarktis finden. Wenn man da vor steht, wird es einem erst richtig bewusst, was man da grad vor sich hat. Uns war klar, Gott muss ein Klempner gewesen sein, wer sonst hätte alles Wasser zu diesem Punkt leiten können?! ;-)

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Als Rastplatz haben wir uns einem im ca. 120 Kilometer entfernten Motueka Valley, am Motueka River und, wie hätte es anders sein können, auch am Motueka Valley Highway, der natürlich auch von der Stadt Motueka aus im Tal verläuft. Der Einfallsreichtum der Kiwis ist echt beeindruckend. ;-) Naja, aber der Rastplatz und auch die Landschaft waren echt super, wirklich jetz.

Wieder ging es früh raus, wir haben heut viele Kilometer zu schaffen. Vom wunderschönen Motueka Valley ging es über Stock und Stein und auf schnellstem Wege zum Bergdorf Saint Arnaud in dem Nelson Lakes National Park. Einer der Seen ist der 610 Meter hoch gelegene Lake Rotoiti, den wir in aller Herrgottsfrühe zu Gesicht bekamen. Die Ruhe die man hier hatte, war ein Traum. Genauso ruhig wie der See, kein Boot, keine Angler und das Wetter war bestens, es war einfach herrlich dort.

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160 Kilometer weiter waren wir dann in Westport, für uns nichts besonderes, einfach eine 6000 Mann Stadt an der Westküste. Eine Dusche war für uns schon längst überfällig, also fuhren wir zum Schwimmbad und fühlten uns danach wieder wie Menschen. Gen Abend fuhren wir noch zum zum Perpenticular Point, genossen die Sonne und die tollen Ausblicke auf Küste und die riesige Tasman Sea, unser Lager für diese Nacht war es auch.

Die Nacht hatte es angefangen ununterbrochen zu regnen und es sollte auch bis zum Nachmittag nicht aufhören, sagte die Frau vom i. Eigentlich wollten wir uns die berühmten Pancake Rocks angucken, aber als wir in nur zwei Minuten Fussmarsch Sackenass waren, endschieden wir uns weiterzufahren. Das hat keinem von uns gepasst, doch es war nicht zu ändern, leider.

Über Greymouth ging es zum “Greenstone Capital of the World”, Hokitika. Der “grüne Stein” :-D , auch Jade genannt, wird hier in Massen zu Schmuck verarbeitet. Die Stadt war auch nicht von schlechten Eltern, klein aber fein. Von dort machten wir uns zu dem Lake Kaniere und den dazugehörigen Dorothy Falls.

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Am Abend kamen wir im 1000 Mann Städtchen Ross an. Hier wurde vor Jahren Gold abgebaut und 1907 ein 3 Kilogramm Brocken gefunden, der größte in Neuseelands Geschichte. Den Historischen Goldgräberfriedhof guckten wir uns noch Interessehalber an und dann war der Tag auch schon rum.

 

(written by M.T.)

Verfasst von: beatle89 | August 29, 2010

It’s time to say goodbye!!!

Die letzten Tage bei der Adams-Family und erstmal die letzten auf der Nordinsel.

Die Tage vergingen wie im Flug, wir waren insgesamt fast einen Monat bei der Gastfamilie. Wo ist die Zeit geblieben??? Die letzten Tage passierte nicht viel neues, wir spielten, tobten und kümmerten uns unter anderem um die kleinen, fuhren eines schönen Frühlingstags mit ihnen in den Park von Masterton, wo sie sich richtig austoben konnten, halt was man mit kleinen Kids so macht. ;-)

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Kleine Berichtigung nebenbei. Malaika schrieb uns später noch, dass der kleine Malcom auf Beatle’s Schoss eigentlich  Makam heißt. Traurig aber wahr, Malcom fanden wir passender…

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Makam und ich auf dem “Flying Fox”, ein Spaß für groß und klein!

Außerdem halfen wir Dean weiterhin beim Holzmachen, um uns quasi den Luxus, den wir hier geboten bekamen, zu verdienen. Wir hielten die Bude aufrecht und haben uns in dieser Zeit dem Gitarre spielen etwas intensiver zugewandt. Bei schönem Wetter genossen wir natürlich nebenbei die Sonne und den ein oder anderen Kaffee. ;-) Was macht schon mehr Spaß, als bei wunderbarem Wetter auf der Veranda Gitarre zu spielen. 

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Guck mal, der alte Mann erzähl ‘ne Geschichte! :-D

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Bald sitzen wir in irgendeiner City und verdienen so unser Geld. ;-)

Den letzten Abend gingen wir nochmal weg, zur Open Mic Night. Dort wurden wir dann Zeugen eines Beispiels, wie klein die Welt doch wirklich ist. Vor ein paar Monaten hatten die Adams eine gewisse Theresa S. aus, und jetz kommts, Heilbad Heiligenstadt im Haus, die auf die Kinder aufpasste. Sie kam jetzt nach Neuseeland zurück, weil sie bei einer Zulieferfirma von Satorius angenommen wurde, bzw. die sie haben wollten, so schnell kann es gehen. Aber ist das nicht krass. Man sitzt in einem Pub am anderen Ende der Welt und trifft wen aus seinem Nachbarort mit dem man ordentlich plattdeutsch reden kann. :-D Unglaublich aber wahr.

Was uns am letzten Tag erst auffiel war, dass wir einen Monat lang Wwoofing fabriziert hatten, quasi für eine Unterkunft und so zu arbeiten. Das wollten wir schon immer mal machen. Komischerweise fiel uns das die ganze Zeit nicht auf. ;-) Das ist eine klasse Sache, alles was wir in diesem Monat an Geld ausgegeben hatten, war ganz am Anfang eine Tankfüllung für Rolf und ab und zu ein Bier im Pub. Wir werden noch lange an diese Zeit zurückdenken.

Da wir ja nicht ewig bei den Adams bleiben konnten und auch endlich auf die Südinsel wollten, war es also jetzt an der Zeit, “it’s time to say goodbye”. Wir verabschiedeten uns also von allen und versprachen, wenn wir wieder nach oben fahren, noch einmal vorbei zu gucken. Die Kinder werden uns fehlen, mir vor allem der kleine River. :-)

Wir machten uns also am Freitag, den 27. August los nach Wellington. Dort holten wir uns den eigentlichen Grund ab, der uns noch so lange auf der Nordinsel hat verweilen lassen. Wir erstanden uns beim letzten Wellingtonaufenthalt Tickets für die   Metallica World Magnetic Tour 2010 in Christchurch. “That’s awesome!” Zufälliger Weise hatten wir den Kartenvorverkauf im Internet mitbekommen und haben alles auf die Beine gestellt, um zwei Tickets zu ergattern und es hat geklappt. Yes!!! Allerdings mussten wir noch bis mindestens 16. August warten und sind deswegen noch nicht auf die Südinsel geschippert.

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Wahnsinn, wir haben Tickets für Metallica, ein Traum wir Wirklichkeit.

Da das mit den Tickets diesmal alles Makellos geklappt hat (bis wir sie hatten war es ein kleines bisschen kompliziert), buchten wir auch gleich die Fähre für den Sonntag, die uns nach Picton dem Tor zur Südinsel brachte. Wellington kennen wir ja schon wie unsere Westentasche und wollten deswegen auch weiter keine Zeit verlieren. Die Fähre kostete uns auch nur statt 250-300 $ nur 137$, dank eines guten Tipps von Markus König, einem Hitchhiker den wir in New Plymouth im Hostel getroffen hatten. Er gab uns eine Nummer von der I-Site von Te Kuiti. Wenn wir da anrufen, bekommen wir Rabatt, da die Leute, die auf der Fähre arbeiten aus Te Kuiti kommen, so sagte er jedenfalls. Wir sparen und irgendwann noch einmal reich. ;-)

Jedenfalls hieß es jetzt ab auf die Südinsel, ein neuer Abschnitt beginnt.

 

(written by M.T.)

Freunde des “Ossis around the World Blogs” Das Blatt hat sich gewendet. Rolf hat seine Herz-OP bestens überstanden und schnurrt jetzt wieder wie ein Nähmaschinchen! Wir sind auf dem Weg Richtung Südinsel allerdings nicht weit gekommen. Malaika hat im Moment eine Aupairstelle in MikiMiki, 15km nördlich von Masterton, wo wir sie besucht haben. So schnell wie hier hab ich mich noch nirgendwo ZU HAUSE gefühlt. Dean, der Vater und Entertainer der Familie, Lee, die Mutter der Rasselbande und die 4 Kinder: River (5 Monate), die Zwillinge Malcolm und Hunter (2 Jahre) und Prinzessin Morgan (3Jahre), bilden zusammen die Adams-Family! Zwischenzeitig war noch Shaun dabei, ein Lamm das ein bisschen Extra Zuwendung brauch, ganz zur Freude von Malaika die sich jetzt noch um ein dauernd blökendes Lamm kümmern muss ;-)

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v.l.n.r: Lee, Malcolm, Hunter, Morgan & Dean

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Lucky Little River

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Nur Shaun das Schaf, ist Shaun das Schaf!!!

Die Zwillinge hatten es sich direkt gemütlich gemacht auf unserem Schoß und wollten geknuddelt werden. Morgan war anfangs nen bisschen Schüchtern, aber auch das war schnell vorbei. Eigentlich wollten wir auch nur eine Nacht bleiben, eigentlich… Dean meinte er kann immer wen gebrauchen der mit anfasst und hat auch nix dagegen wenn wir länger bleiben wollen. Also bleiben wir erstmal! Samstags, wo bei uns alles umgerissen wird, ist hier gelassener. Er wollte eh nich wirklich was machen und wir sind zum Castlepoint gefahren. Nen absolut sehenswertes Fleckchen Erde.

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“You can´t stay in New Zealand without seen a Rugbygame in a Pub!” hieß es dann abends. Wir haben es uns dann also im Pub mit dreiviertelliter Flaschen gemütlich gemacht und versucht Rugby zu verstehen, Dean hat probiert uns die ganze Sache mal zu erklären. Ganz gerafft haben wir es immer noch nicht, aber schlauer sind wir, würde ich sagen. In dem zweiten “Club” war dann den ganzen Abend tote Hose was, Deans Meinung nach, an der Swine Flu liegt, das ist hier grade wieder aktuell! Der Abend hat dann um 12 sein Ende gefunden und wir sind zurück, nach Hause! Sonntag konnten wir dann endlich was tun. Jeder hat ne Motorsäge inne Hand bekommen und los gings mit dem MikiMiki Chainsaw Massaker! :-D

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Markus und ich haben den Eukalyptus in Ofenlänge gesägt, Dean hat sich mit einem anderen Baum beschäftigt. Er hat eine Säge mit der aus dem Stamm Bretter und Balken gesägt werden, die wir später zu einem Zaun zusammkloppen sollen! Vom Baum zum Zaun, da lernt man noch richtig was dazu!

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Zu Hause hat man die Nase voll vom Holz machen und hier ist es ne absolut klasse Arbeit, wenn man vorher nur aufm Orchard gestanden hat. ;-) Dean ist außerdem der Meinung das man einen Arbeitstag nicht ohne Bier abschließen kann, da sind wir ganz seiner Meinung. JIPPIEH

Das Leben hier ist einfach ne richtig coole Erfahrung. Es gibt immer Bier nach der Arbeit und das allerbeste ist, lecker Essen. Vielleicht sollten wir ein Restaurant aufmachen mit typisch neuseeländischem Essen, die Kürbissuppe war genauso lecker wie der Haferbrei am morgen und das Fleisch am Abend. Malaika sagte nur, dass die Adams-Family es keine Tag ohne Fleisch aushält. Da wurde wir auch schon bald Zeugen von. Außerdem gibt es so gut wie jeden Abend Nachtisch, aber was für welchen. Hammeroberübermenschlich lecker! Schokoladenallerlei mit Eis, Apfelzeug mit Streuselkuchen ähnlichen Streuseln… Die Rezepte haben wir schon angefragt, wirklich sowas leckeres habt ihr noch nich gegessen!!!

Wir sind jetzt schon drei Wochen hier, machen Holz, treiben Schafe hin und her, passen auf die Kinder auf und das alles in einer Postkartengleichen Kulisse! Dean spielt Abends Gitarre und die Kinder sind die pflegeleichtesten, die ich jeh gesehen hab! Herrlich!

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Die Postkartenkulisse in der wir Arbeiten!

Jeden Donnerstag ist im Pub die “open Mic Night”, wo jeder der Bock hat nen Lied spielt oder einfach nur singt, mit Hilfe der Karaoke Maschine… Jeder länger der Abend wurde, desto klarer wurde das wir uns James´Ratschlag zu Herzen nehmen würden, “You can loose nothing!” und schwupp die wupp standen wir zwei Ochsen auf der Bühne und haben Tenacious D´s – Tribute gesungen. Die Fans lieben uns, oder der Beifall war aus Mitleid. :-D Es war ein echt gelungener Abend.

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Dean is playing the Guitar.

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Play the best song in the World! and we said, OKAY!!

Wer will fleißige Fencebuilder sehn…?

Das nächste Highlight war der Trip nach Wanganui. Das Holz, die Balken und was wir sonst noch so vorbereitet hatten, haben wir auf dem “Truck” (die Bude is von 1978 und fährt voll beladen oder leer konstant 80, nur bergauf nich…) verstaut und waren bereit den langen Weg nach Wanganui auf uns zu nehmen. Nach einer schier endlosen fahrt ohne Radio in einem viel zu engen Führerhaus waren wir da. Dean besitzt 2 Häuser in Wanganui, direkt hinter einer Düne am Strand. Der einzige Fehler an dieser Idylle ist die BLACKPOWER- GANG. Die Jungs haben aus den Häusern so ziemlich alles geklaut was wert hat, Boiler, Kupferrohr, etc.! Dean war “not amused” darüber und hat sich den Blackpowernachbarn direkt mal zur Brust genommen. Das einzige worauf die hören, ist das Drohen mit den Bullen oder man geht direkt zu Ihrem Boss. Dean hat die Häuser auch aus dem Grund gekauft, dass die Blackpowerbewegung keine Häuser mehr hat, es werden immer weniger und irgendwann müssen sie in eine andere Stadt. Bis es soweit ist fahren die Ochsen mit ihren Motorrädern den ganzen lieben langen Tag umher und gucken uns zu wie man nen Zaun baut! Und so gehts:

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Material ausbreiten, um so wenig Platz wie möglich zu haben…

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Wenn der Alte nich guckt anner Schüppe festhalten…

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Und hoch den Zaun…

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Provisorisch Befestigt und auf zu unserem Nachtlager…

Leider haben wir kein Foto von der Hütte wo wir gepennt haben. Es war ein Gebäude der NZ-Army, eingerichtet wie ein Hostel, mit zwei Doppelstockbetten und einem Ehebett und keiner da außer uns. Von dort aus sind wir frisch geduscht mit dem Truck inne Stadt zum Essen. In einem Pub mit Münchener Hofbräu. Klasse!!

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PROST!!!

Dean war 20 Jahre in der Armee, das war das Thema des Abends und hoch interessant. In 1998 war er ca. acht Monate in Würzburg stationiert. Wenn man in der Gegend unterwegs ist geht man auch zur Wiesn, wo er 5 Neuseeländische Kumpels getroffen hat mit denen er früher in die Schule gegangen ist. Die Welt ist ein Dorf. Die Frau die er zu der Zeit hatte hat ihn dann leider verlassen, in 5 Jahren war er 6 Monate zu Hause, es war wohl keine Überraschung. Dean hat es geschafft der jüngste Colonel (der Oberst)  Neuseelands zu werden. Die Army selber hat er dann verlassen, weil seine Zeit rum war und er die Methoden die jetzt verwendet werden um “Frieden zu machen” nicht unterstützt!

Was mir in unserer Zeit hier in Neuseeland auch aufgefallen ist, es gibt keine Fahrschulen. Jetzt wollte ich endlich des Rätsels Lösung wissen. Wie macht man hier einen Führerschein. Irgendwer bringt einem Fahren bei, dann geht man zum Amt, bezahl 70$ fährt ne Runde um Block und wenn das Auto dann noch ganz ist hat man seinen Lappen. Das gilt für jedes Auto, LKW´s und sogar Schulbusse. Jetzt überlegt mal was ihr dafür bezahlt habt….

Der nächste Morgen verlief ganz entspannt. Als alle wach waren sind wir zu McDoof zum Frühstücken und wieder los zum Zaun.

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Pfosten festgekloppt und Beton rein..

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Fish´n Chips for Lunch

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Nailgun her und Latten dran

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ZAUN oder was???

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Fazit: Zaun bauen is cool, da kann man den ganzen Tag Nageln…

Da wir ja des dummen Zeugs sabbelns mächtig sind verlief sich unsere Unterhaltung irgendwann in die Richtung, welcher Superheld denn den Zaun am besten bauen könnte. Zur Auswahl standen Batman, Spiderman und the Fantastic Four! Batman ist ziemlich schnell ausgeschieden. Er ist ja auch nur nen Mensch im Superheldendress. Spiderman wäre da schon besser dran, einfach eingewebt die Pfosten hoch geschmissen und mit voller Wucht in den Boden. Gewinner der ganzen Sache waren dann “The Fantastic Four”

+. Mit den Gummipfoten is das Loch buddeln easy, mit der Kraft kann alles festgekloppt werden und wenn der Beton drin ist kann der schön erhitzt werden und ist schneller fest. Fehlt noch die Schnecke, die läuft rum, sieht gut aus und verteilt Bier :-D Wer hätte eurer Meinung nach gewonnen?

Die nächsten Tage in der Mikimiki Road haben wir uns an dem Schuppen zu schaffen gemacht. Der hat nämlich keinen Strom und das soll geändert werden. Wir wollten dann auch direkt anfangen Kabel zu legen, allerdings wurde uns das Falsche geliefert und so fiel das schon mal ins Wasser. Die paar Lampen hatte ich dann noch schnell unter die Decke geschraubt und fertig war der Lack.

Die beiden Zwillinge haben sich dann noch nen Ding geleistet. Markus und Malaika sind inne Stadt zum einkaufen und ich hatte Kinderdienst. Ich hatte den zwei Halunken grade was zu essen gemacht und wollte sie an den Tisch setzen. Hunter und Malcolm waren aber der Meinung das Windeln ausziehen total witzig ist. Morgan hat mir schnell zwei neue Windeln geholt und in der Zeit wo ich Malcolm am wickel hatte, hat Hunter aufn Stuhl gepisst… Maaaan ;-) Irgendwann hatte ichs im Griff, Markus und Malaika waren wieder da und alles war cool. Auf dem Weg zu unserem Zimmer kam ein leises “Help, Help” aus dem Raum von den Kindern…. Da hatten die schon wieder die Windeln aus und ihre Nahrungsendprodukte als Spielzeug entdeckt… Wir hatten zu dritt locker 2h zu tun um die SCHEISSE wieder auf de Reihe zu kriegen. Markus hat die Kinder gewaschen, Malaika die Bettwäsche und ich hab den Fussboden von Bröckchen befreit. Zu guter Letzt hatten die Lausbuben noch rausgefunden wie man das Fenster öffnet und die Spielsachen raus gepfeffert… Das Positive, ich bin jetzt keine “WINDELWECHSELJUNGFRAU” mehr :-D

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die zwei Halunken nach ihrem Fehltritt

Auf so ner richtig neuseeländischen Farm muss man auch richtig neuseeländische Sachen machen. BONE CARVING. Jeder bekommt einen Schweineknochen und mit Säge, Feile und Sandpapier gehts dem Knochen an den Kragen. Das Motiv kann sich jeder selber aussuchen. Lässt sich gut verarbeiten so nen Knochen und schön geworden sind unsere Skulpturen auch würde ich sagen.

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Markus hat Gitarre und Kreuz, und ich den Kiwi gefeilt. Sweet As Bro!

POETIS- Day – Piss Off Early Tomorrow Is Saturday, der Spruch an jedem Freitag, deswegen ist erstmal gut für Heute. Wir sind erstmal bestens aufgehoben und genießen unser Leben, wie Peter uns das geraten hat!!

(written by B.)

Von Hamilton nach Taupo ist man schnell gefahren, also blieb uns noch Zeit einen weiteren Wasserfall anzusehen. Die Huka Falls fallen zwar nur 9m tief, aber dafür rauschen ca. 200 000 Liter pro Sekunde darunter. Das ist genug um alle 5 Minuten ein Olympiaschwimmbecken zu füllen. Das Wasser fließt aus dem Lake Taupo raus und sorgt in dem See für einen Sog den Egel nicht ab können, deswegen sind auch keine drin! Verschärft oder?

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200000 Liter pro Sekunde!!!!!

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Taupo ist, ähnlich wie Rotorua, ein Gebiet von hoher thermaler Aktivität. Wir wollten also noch mal ein paar blubbernde Mudpools sehen. Das sollte dann allerdings Eintritt kosten, die ganze Sache haben wir uns dann noch mal überlegt und sind zu den “modern Maori Carvings” gefahren. Auch das blieb uns vergönnt, da man sich diese Gebilde nur vom Boot aus ansehen kann. Wir haben einen kleinen Wanderweg in der Nähe gefunden und gehofft sie doch noch zu Gesicht bekommen… Fehlanzeige! Wir sind lediglich an ein paar schönen ruhigen Ecken heraus gekommen! Die Straße hier her führte uns aber an einer echt schönen Ecke vorbei, die wir als Nachtquartier erklärten! Herrlich, wieder mit viel Getier und die absolute Ruhe. Der Blick auf Taupo bei Nacht über den See war klasse.

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Zum all abendlichen Film wollten wir dann noch nen Tee trinken, das Wasser wollte bei der Kälte aber ewig nich kochen und wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Bis das Wasser kocht sind wir um die Wette um Rolf gelaufen. Stellt euch mal vor irgendwer hätte das gesehen, bei Vollmond rennen zwei doofe ums Auto damit das Wasser schneller kocht…

Samstag, der 24.07.2010 HALBZEIT

Heute ist es soweit, die Hälfte ist geschafft. Bergfest!!! Hey, das geht ab wir feiern die ganze Nacht!!! Den Tag über haben wir nichts gemacht außer der Gammelei gefrönt! Die Ruhe vor dem Sturm so zu sagen. Gegen 7 sind wir los in Pub, zur Halbzeit wollten wir auch mal was leckeres essen! Es gab auch ein Backpackerspecial, 25$ inklusive drei Getränke und einem Meal! Na das lassen wir uns nicht zweimal sagen! Der Burger hatte sich ganz gut angehört und so entschieden wir uns beide für den selbigen!  

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Das Mahl war dann verputzt und der Hunger wich dem Durst. Da im Mulligans aber kaum Leute waren haben wir uns dem Ballsport gewidmet. Nach 2 Runden Billard haben wir herausgefunden, dass der Kickertischmünzeinwurf nicht mehr ganz glatt ist und auch Bälle ausspuckt, wenn kein Dollar drinne liegt! Das wurde, logischerweise, ausgenutzt bis wir absolut keine Böcke mehr hatten!

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In der Zwischenzeit hatte sich der Schuppen ein wenig gefüllt. Die Leutz hier wollten aber alle Rugby glotzen… ne ne das war uns nix und wir sind kurz um die Häuser gezogen um ne bessere Bude zu finden. BINGO, draußen gabs Live die besten Metallica und AC/DC Klassiker zu hören und drinne konnten wir abzappeln. Genau nach sowas hatten wir gesucht! :-) Nach etlichen gebauten Blockhütten und genug von Dj Ötzi ( hey Baby gröhlen kann ich auch daheim ;-) haben wir uns in der ersten Reihe der Kopfschüttelmeute wiedergefunden. Wo wir hin gehören!! Nackenschmerzen vorprogrammiert, aber immer volle Pulle!! :-D Herrlich!!! Eine Gruppe Jungesellinnenabschied feiernder Mädels kannte uns danach auch ganz gut… :-D Die Band hat ihr Zeug zusammen geräumt und wir sind direkt zur Theke um dem Bier trinken die nötige Aufmerksamkeit zu zollen… Markus war grade Bier holen, da hat mich ein Türsteher freundlich heraus gebeten. Nicht falsch verstehen, ich war fit ich weiß nich was der hatte. WIRKLICH!!!! Markus kam dann mit der Brühe raus und wir wollten selbige direkt leeren. Normalerweise alles kein Thema, der gelb-blau-weiße-Partybus der hier so seine Runde gemacht, gab uns aber zu verstehen, dass wir die Flaschen in den Mülleimer schmeißen sollen. Wie immer haben wir den Anweisungen des Officers folge geleistet und sind, trinkender weise, zum Mülleimer. Da kam der nette Polizeihauptkommissar zu uns und wollte das wir das VOLLE Bier do nei flacken… Was so nen eingefleischter Festivalgänger ist, der lässt sich nich lumpen und will das bezahlte Bier noch schnell austrinken. Mittlerweile war der Beamte des öffentlichen Dienstes  seinerseits “Not amused” und wir fügten uns unserem Schicksal. Die Flaschen dann im Mülleimer entsorgt sind wir “nach Hause”. Ein gelungenes Bergfest würde ich sagen!

Sonntag, der Katertag! Mit leichtem Brummschädel haben wir den Tag dann mit Nichtstun und faul sein verbracht. Das war auch so ziemlich alles :-)

Bei bester Laune und mit 100 Meilen Stiefeln an den Füßen wollten wir die nächsten Tage eigentlich mal volles Pfund wandern gehen. Als Aufwärmübung hatten wir uns den Looptrack um den Lake Rotopounamu ausgesucht. Die Rundwanderung ging schön durch den Wald und gelegentlich über den Strand. Absolut schön, wenn jetzt noch die Sonne geschienen hätte, wäre es perfekt. Ein Pärchen, das uns entgegenkam, hat nicht schlecht geguckt als wir das Eichsfeldlied trällernd an ihnen vorbei sind. :-D

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Der Wanderweg über den Strand

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Ein herrlicher Anblick morgens nachm Aufwachen am Lookout!

Der Tongariro National Park war das Objekt unserer Wanderlust. Mit den drei herausstechenden, aktiven Vulkanen Mount Tongariro (1968m), Mount Ngauruhoe (2291m) und dem Mount Ruapehu (2797m) ist es ein sehr beliebtes Wandergebiet. Bei unserer Ankunft hat es sogar geschneit, da haben wir uns gefreut wie die kleinen Kinder! ;-)

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Schneegrenze!!!

Wir hatten uns entschieden die Tama Lakes zu erwandern. In ca. 1500m Höhe. Der Weg dort hin war super gemacht, alles schön zu laufen, aber mit kleinen Hindernissen, wie nen Bach oder schönen Schlammpfützen. 5h Stunden hat der gesamte Marsch gedauert!

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is das nen Bild oder was???

Irgendwo am Wegesrand haben wir schnell Mittag gemacht und endlich war es soweit, der erste See kam in Sichtweite.

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Das französische Paar das vor uns gelaufen ist hat hier wieder kehrt gemacht. Wir sind noch weiter zu dem höher gelegenen See. Wenn das sich mal nich gelohnt hat… Frei nach dem Motto: wenn die Sonne nicht zu uns kommt, kommen wir eben zu ihr!

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Mal was majestätisches erleben!!!

Der Rückweg ging recht zügig, mit kurzem Umweg zu den Taranaki Falls.

 

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Ach was ein herrlicher Tag, nur jetzt ging der Ärger erst so richtig los. Rolf ist nicht angesprungen. Ein netter Herr mit Jeep hat uns als erstes aus der Parklücke geschleppt, soweit so gut. Den Weg Bergab haben wir versucht die Karre anrollen zu lassen. Fehlanzeige!!! Markus ist in die nächste Wirtschaft gegangen und wollte dort um Hilfe fragen… Da war wohl gerade eine Hochzeit im Gange, aber ein paar Gäste haben uns dann geholfen den guten Rolf zu Guter letzt doch noch angeschoben zu bekommen.

Am Donnerstag dem 29.07.2010 in einer Werkstatt in Taumarunui kam dann die Hiobsbotschaft! 1000$ sollte es kosten eine neue Zylinderkopfdichtung machen zu lassen, wenn es nicht mehr wird! Der nette Schlosser macht aber solche Reparaturen nicht, wir sollten doch bitte zu dem Schrottplatz ganz in der Nähe fahren, da ist das alles kein Thema. Da hat der uns gerade Wegs zu den Ludolf´s von Neuseeland geschickt. Das war uns aber alles eine ganz komische Sache hier, eine dritte Meinung wollten wir doch gerne noch haben. Den Rest des Tages haben wir in der Bibliothek verbracht und nach günstigen Werkstätten gesucht. New Plymouth ist uns da ins Auge gefallen. Alle 70km, auf dem Weg dort hin, mussten wir anhalten und Wasser in den Kühler schütten. “The Car drinks more Water than the Germans on the Bierfest” hatte einer der Schlosser so schön festgestellt, und so war es auch! Bei der ganzen Aktion hab ich es sogar geschafft ne kleine Fontäne im Führerhaus zu erzeugen und alles ein  zu sauen. Schöne Scheiße! Das muss man einfach mal so sagen!!!!

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Wir sind am Freitagmorgen dann in New Plymouth angekommen und haben an zwei Werkstätten Halt gemacht. Zum Freitag hat so nen Kiwischlosser aber auch nich wirklich Bock sich um so nen Mist zu kümmern. Der Erste hat uns Tatsache weg geschickt, zu dem Schlosser gegenüber, der hatte das selbe im Kopp und wollte uns auch los werden… Faulen Säcke ;-) Er war allerdings nen netter, kompetenter Typ und hat sich die ganze Sache mal angeguckt, um uns 800$ zu prophezeien, wenns nix schlimmeres ist… wie immer… Nur bloß Heute nich mehr! Ja, ja Okay wir kommen Montag wieder :-)

Fahrtauglich ist Rolf ja noch, muss nur viel Wasser rein und da Samstag bestes Wetter war, sind wir noch ein paar Meter gefahren. Die three Sisters waren unser Ziel. Steingebilde, ähnlich wie die 12 Apostel von Australiens Great Ocean Road. Der Nachteil dieser Geschichte, man kann nur bei Ebbe da hin und wir sind bei der absoluten Flut angekommen… Der Weg sollte natürlich nicht umsonst gewesen sein. Ein paar Meter weiter sind wir über eine Schafsweide spaziert, um wenigstens noch einen Blick zu erhaschen. Das ist uns gelungen.

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Three Sisters, White Cliffs & der Mount Taranaki guckt über die Wolken! 

Nach einem in der Libary verbummelten, stürmischen Sonntag, kam dann der Montag, den ich aus dem Kalender streichen werde!!! Die Zylinderkopfdichtung ist wohl nen Traum gewesen sachte Shaun, der Schlosser unseres Vertrauens. Der Kopf hat einen Riss, unflickbar, irreparabel. 1500$ für nen neuen Zylinderkopf! Jetzt ist guter Rat teuer… Reparieren lassen werden wir es, ne neue Karre bekommt man ja auch nicht für das Geld, und wenn alles gut geht können wir Rolf so verkaufen, dass sich das alles noch gelohnt hat…

 

(written by B.)

Verfasst von: beatle89 | Juli 29, 2010

In der Weihnachtsbäckerei…..

Wie der langhaarzottelige Beatle schon erwähnt hatte, waren wir jetz auf dem Weg zu dem Mt. Taranaki, einem Vulkan wie er im Buche steht. Von der östlichen Seite und der Stadt Stratford aus, fuhren wir zu den “Dawsn Falls” am Fusse (oder schon am Knie) des Vulkans. Es war ein sehr verregneter Tag und so auch kein schöner Blick auf den Wasserfall, geschweige denn auf den Berg, von dem haben wir überhaupt gar nichts gesehen. Wir suchten uns anschließend einen Platz zum pennen und da wir schon am East Cape und am South Cape der Nordinsel genächtigt hatten, war nun das West Cape an der Reihe, auch Cape Egmont genannt. Das Wetter wurde besser, doch vom Berg war immer noch nichts zu sehen, der soll laut Reiseführer, die Wolken magisch anzieht.

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Der Leuchturm am Cape Egmont.

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Besser kann doch ein Tag nicht beginnen und rechts im Bild der Mt. Taranaki, der sich und endlich zeigte.

Wie sich am nächsten Tag rausstellte, war dieses Fleckchen Erde wunderschön. Direkt am Meer mit Steinigem Strand, die Landschaft ist leicht hügelig mit fruchtig grünen Wiesen und da es super schönes Wetter und fast keine Wolke am Himmel war, sahen wir den majestätischen Vulkankegel. Fast symmetrisch erreicht er in ca. 2500 Metern über dem Meeresspiegel seinen schneebedeckten Gipfel. Dieser Berg hat schon etwas elegantes und wird deswegen auch oftmals mit dem Fujijama verglichen.

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Hier an solch schönem Ort wollten wir noch etwas Zeit unseres Lebens verbringen und ließen unserer Kreativität am Strand freien Lauf.

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Beatle sein abgefahrener Turm.

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Und mein, beim zweiten Anlauf geglückter Turm.

Als uns allerdings unser eigener Körpergeruch in die Nase kroch, sagten wir uns, jetz wird es Zeit loszufahren. Nördlich vom Vulkan liegt die Stadt New Plymouth, wo wir uns nach einer Dusche durchfragten, in einem Motorcamp einchecken wollten wir nicht. Die Frau vom I sagte, dass wir im Schwimmbad eine Dusche bekommen können, klingt logisch, und außerdem haben wir ein bisschen Abwechslung in unserem Alltag. Für vier Dollar konnte man den ganzen Tag in Schwimmbad verbringen, leider stellte sich raus, dass es ein Schwimmbad für Kinder war und wir so nur hilflos in der Mitte des Beckens auf Schaumstoffmatten trieben. Wir hatten nach einer Stunde keine Lust mehr und gingen frisch geduscht zurück zu Rolf. Als wir noch bei schönem Wetter den “Walkway” am Wasser entlang gingen bzw. mit Skateboard fuhren, entdeckten wir einen super Parkplatz für heut Nacht. Dort machten wir uns anschließend leckere Eierpfannkuchen zum Abendbrot, guckten einen Film und gönnten uns ein Woodi.

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Der Mt. Taranaki bei Sonnenuntergang von New Plymouth aus.

Am Montag, den 19. Juli 2010 guckten wir uns in New Plymouth um, dort gibt es zum Beispiel einen Zoo für um sonst und den angrenzenden Brooklands Park. Im Zoo kann man sich kleine Affen, Otter, duzende Papageien Arten, Trüffelschweine, Lamas und Lemuren angucken. Die Otter fanden wir am besten, die waren so drollig. Danach gingen wir durch den Park, viele Wanderwege um einen See führten zu einem Tee Haus und den Tropenhaus. Außerdem gibt es die rote “Poet’s Bridge”, die ,fand ich, machte sich echt hervorragend in dem Park.

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Anschließend fuhren wir noch in den Countdown, besorgten ein paar Lebensmittel und sahen zwei riesige schokoladene Kit-Kat Muffins für 1,80$ im Angebot, da haben wir nicht lang überlegt und hatten zum Kaffee zwei lecker Kalorienbomben. Die haben außerdem so satt gemacht, dass wir uns nur einen Film reinzogen und ohne Abendbrot ins Bett gingen.

Am nächsten Tag haben wir nicht viel erlebt, da wir fast ohne Pausen nach Hamilton gefahren sind, um Beatle’s I-Pod erneut einzutauschen. Naja, einen Vorteil hat’s, so kommen wir wenigsten rum in Neuseeland. ;-) Anschließend ging es noch nach Reglan, der Kleinstadt mit einem angeblich super guten Surfstrand, und guckten uns den Sonnenuntergang an. Eigentlich durfte man nicht an dieser Rest Area pennen, doch wir hatten keinen Bock mehr irgendwo anderes hinzufahren und blieben dort. Wir guckten einen Film, tranken noch eins und gingen pennen. Achso der Surfstrand ist für Surfer echt super, flachabfallender Sandstrand mit einer geraden Welle nach der anderen, hier ist selbst im Winter was los, jedenfalls mehr wie erwartet.

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Es ist Mittwoch und er begann mit einem grimmigen Ranger der uns geweckt hatte. Ich schlummerte noch vor mich hin und Beatle unterhielt sich schon mit ihm, doch als ich hörte, dass er 500$ von uns haben wollte, war ich auch hellwach. Zum Vorteil von uns, drückte er noch mal ein Auge zu und wollte uns hier nicht mehr sehen. Ok, sagten wir uns und sind nach dem Frühstück abgedampft. Unser erstes Ziel an diesem Tag waren, mal wieder, Wasserfälle. Sie heißen “Bridal Veil Falls” und sind mal was anderes. Die meisten Wasserfälle fallen an einem steinigen Wand runter oder so ähnlich, doch dieser nicht, der Bach stürzt über einen Felsvorsprung und fällt 55 Meter in die tiefe. Übersetz heißt Bridal Veil soviel wie “Brautschleier” und wenn man ihn sieht, weis man auch warum er diesen Namen bekommen hat. Ein wunderschöner Wasserfall und auf unserer Liste auf Platz 2, knapp hinter den “Shine Falls”. ;-)

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Nur, weil bei den “Shine Falls” die Sonne geschienen hat, ist er noch auf Platz 1, ansonsten wäre es dieser.

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Auch der Blick ins Tal ist super.

Weiter ging es dann auf einer katastrophalen Feldwegstraße ca. 50 Kilometer gen Süden, schneller wie 40 Km/h konnte man nicht fahren. Auf dem Weg zu den Waitomo Caves kamen wir an den Piripiri Caves, den Marokopa Falls und der Mangapohue Natural Bridge. Alles super doch erwähnenswert ist die natürliche Brücke. Im laufe vieler tausender Jahre ist dort eine Felsspalte entstanden und das Stück Stein, was noch nicht runtergefallen ist, ist die Brücke, wo man drunter durch gehen kann.

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Nicht so gut zu erkennen aber sehr interessant.

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Hier die Marokopa Falls.

An den Waitomo Caves, einer echten Touristenattraktion, haben wir eine Tour für 39$ gebucht, wo uns ein älterer Mann mit in die Tiefen genommen hat und uns über die Geschichte aufklärte. Dieses riesige Karsthöhlensystem ist bekannt für ihre Tropfstein- und Sinterbildungen. Die Bach durchflossene Haupthöhle ist die Hauptattraktion, denn an den Decken vertreiben sich Milliarden von Glühwürmchen ihre Zeit. Auf diesem Bach brachte uns der Typ nach draußen und wir waren begeistern über die vielen Glühwürmchen, die aussahen wie der Sternenhimmel, es war echt beeindruckend. (Bilder durfte man leider nicht machen, ich hab es probiert, ist aber nichts geworden) An der nächsten Rest Area am State Highway 3 Richtung Hamilton haben wir Rolf abgestellt und uns nach Essen und Film hingehauen.

Es hat die ganze Nacht geregnet und wir brauchten mal wieder eine Dusche. Nach einem schnellen Frühstück sind wir auch gleich weiter, zurück nach Hamilton und checkten im “City Holiday Park” ein. Da wir einen Ofen hatten und uns schon länger überlegt haben mal Plätzchen zu backen, sind wir noch los und haben im Pak ‘n Save Zutaten gekauft, Beatle hat seinen I-Pod wieder geholt und am Nachmittag backten wir die Plätzchen, ohne Messbecher, Küchengeräte oder sonstigen Nutzwerkzeugen, alles mit der Hand und einem guten groben geistigem Schätzen. Da der Teig ganz schön aufgequollen ist, war das erste Blech EIN riesen Cookie, doch dann ging es besser und wir haben zum ersten mal unsere eigenen Plätzchen gebacken. Wenn unsere Oma’s das wissen, sind sie bestimmt verdammt stolz auf uns. ;-)

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Ein super Ergebnis, nicht wahr? Und die sind sooooo leeeeeecker!!!

Am nächsten Morgen gönnten wir uns nochmal eine schöne warme Dusche und ab ging es nach Taupo, der Stadt am größten Kratersee Neuseelands.

 

(written by M.T.)

Verfasst von: beatle89 | Juli 19, 2010

Das südliche Ende des Nordens

Mit neuer WOF ging es also los in die neuseeländische Hauptstadt. Wellington, the Windy City. Den Weg dort hin hatten wir uns vorher in der Karte ma angeguckt und sind auf ein paar Sachen gestoßen die wir auf jeden Fall näher betrachten wollten. Das ganze ging los mit dem “longest place name in the world”, ACHTUNG:

TAUMATAWHAKATANGIHANGAKOAUAUOTAMATEATURIPUKAKAPIKIMAUNGAHO-

RONUKUPOKAIWHENUAKITANATAHU!!!

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Wir haben uns mal die Mühe gemacht und das für euch übersetzt:

“Man was seit ihr blöde hier her zu kommen und euch dieses Wort anzugucken !!!” :-D

HIHIHI, nee, so nu, die richtige Übersetzung:

Der Vorsprung des Berges, wo Tamatea, der Mann mit den großen Knien,der rutschte,
kletterte und die Berge verschlang und der durch das Land reiste, für seine Liebste Flöte spielte.

Jep, die Maori sind gelegentlich nen bisschen Plem Plem, was die Namensgebung angeht!

An dem, eigens für dieses herrliche Schild angelegten Parkplatz, haben wir uns dann noch nen Kaffee gegönnt und weiter gings zu den Waihi Falls. Klötenbier und Wasserfall zum Abendbrot.

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Die “Waihi Falls”

Freitag, der 09.07.2010

Weit gekommen sind wir heute nicht, die KLÖTENBIERBRAUEREI lag auf unserer Route. Für 15$ gabs als erstes mal 3 Bier und nen Bierkrug der Brauerei. Wir saßen dann so schön auf unseren Hockern und hatten schon fast vergessen, dass ja noch die Besichtigung ansteht. Die TUI Brauerei hatte allerdings gerade Winterpause und es war saukalt draußen. Das führte dazu, dass wir 20min später wieder aufm Hocker saßen… Die Führung an sich war nicht erwähnenswert, die Bilder wollen wir euch jedoch nicht vor enthalten.

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Ich hab schon eins drin, wie man sieht!

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Hinter der Brauerei der hier berühmte Tui Tower. 

Irgendwo mussten wir ja auch noch schlafen, also sind wir nach einer Alkohohlabbaupause zum nächsten Rastplatz, haben es uns in Rolf gemütlich gemacht und Musik gehört. Das ging ca. 10 min gut… Markus:”Huch, wieso issn jetz das Radio aus???” BATTERIE ALLE!!!! Erfinderisch wie man immer so ist, gings mit nem Schild an die Straße ;-) Zwei Jungs haben dann auch 10min später angehalten und uns Starthilfe gegeben…

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Ohne Worte!”

Samstag kam dann der Hammer, aber erst Abends, also Geduld ;-) In Masterton haben wir Rolf was zu trinken gegeben und auf gings zu den PINNACLES. Herrliche Gebilde aus Stein die nach jedem Regen wieder ein wenig anders aussehen. Der Weg führte durch ein steiniges Flussbett. Das bisschen Fluss was noch unterwegs war hatte unseren Erfindergeist geweckt. Wir mussten ja irgendwie trockenen Fußes ans andere Ufer. Da war Brücke bauen angesagt! Mit Baumstamm und Steinen war das dann alles kein Thema und schwupps waren wir drüben. Die Pinnacles waren dann auch schnell gefunden.

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Gigantöß triffts ganz gut würde ich sagen.

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Auf dem Rückweg mussten wir schmunzeln, die “coolen” Typen, die sich ohne Wanderschuhe auf den Weg gemacht hatten, waren immer noch nicht über den Fluss. (die waren schon am gucken wo wir rüber sind) Da wollten wir ihnen mal zeigen wie das geht… Ein Stein ins Wasser, Markus springt und ist drüber. Gerhard springt und hat:

  • sackenasse Füße
  • die Pfoten offen
  • und sich die Klamotten eingesaut… ;-D

Zurück am Auto machten wir uns dann umgehend auf zum Leuchtturm. Auf dem Weg dort hin kam dann der Hammer. ROBBEN, in freier Wildbahn!!!! Wir sind langsam an den lustigen Tierchen vorbei und hoch zum Leuchtturm, knallharte 253 Stufen.

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Ein Leuchtturm, wie aus dem Bilderbuch.

Es war ja dann auch schon dämmerig und wir Kaffeedurstig. An einer schönen Ecke am Meer haben wir dann unser Lager aufgebaut, haben Kaffee geschlürft und sind zu den in 2m entfernt spielenden Seehunden. Das war ein Traum die kleinen in ihrem natürlichen Pool planschen zu sehen. Die einen kabbeln, die anderen schwimmen, die alten gucken doof und die neugierigen recken die Hälse um uns im Blick zu haben. Putzig :-)

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Als der Abend dann Einzug hielt haben wir´s uns in Rolf gemütlich gemacht und bei soviel Wildlife noch das Getränk mit dem Vogel zu uns genommen. (Gehängebrause ist doch eigentlich auch nen schönes Wort für Klötenbier oder???)

 

FRÜHSTÜCK MIT ROBBEN

ja, das sagt eigentlich alles!!!

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Super Fotogen die kleinen.

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Und die zwei haben uns ganz schön erschreckt.

Wir konnten uns dann doch von dem Anblick dieser possierlichen Tierchen los reißen und haben den Weg nach Wellington auf uns genommen. Das günstigste Camp war in Poriroa, einem kleinen Vorort. Dort eingenistet und die längst fällige Dusche genossen, haben wir zwei, Sterneköche was wir sind, mal lecker HAM HAM gemacht.

 

Montagmorgen fiel dann eine Entscheidung. Rolf´s Windschutzscheibe war komplett zu gefroren, es war saukalt und auf der Südinsel sollte es noch schlimmer werden!! Wir entschieden also noch ein bisschen zu warten bis wir nachn Süden henne fahren. Erstmal Wellington gucken und dann mal sehen, guter Plan.

Bei bestem Wetter sind wir also inne City und haben diese mal unter die Lupe genommen. Schön hier, aber auch nur ne Stadt. Wir stellten wieder einmal fest, dass uns das Land, die Wälder und die verschärften, grünen Hügel NZ´s besser gefallen! Bummelnder Art und Weise sind wir dann durch die Stadt, haben uns nach 2h aber zum Kaffee an Rolf wieder gefunden. (Mal so nebenbei. Aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund haben zwei Ventitassen von Starbucks den Weg in unser Gepäck gefunden ;-) Kenner wissen, das sind 550ml. Wenn ich also “Käffchen schlürfen” schreibe, ist das für jeden jedes mal nen halber Liter des schwarzen, heißen und leckeren Lebenselixiers.)

Die Nacht verbrachten wir am Mount Victoria Lookout. Das war ein herrlicher Blick über das Lichtermeer Wellington, inklusive Flughafen. Spitze!

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Am Dienstag wollten wir das World Wide Web mal wieder besuchen, wie immer in der Bibliothek. Die war aber wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

In der Näher war das pompöse Bahnhofsgebäude, welches wir wenigstens mal gesehen haben wollten. Der weg führte und an einer Uni vorbei und wir hatten die kleine Hoffnung hier vllt nen freies Internet zu finden. Fehlanzeige! Aber wie ihr alle wisst, gibt es an Unis auch anderes zu sehen, STUDENTINNEN aus aller Herren Länder liefen hier herum. ;-) Nach ner viertel Stunde hatten wir aber auch vom Schnecken checken genug und sind zum Bahnhof!

Um dann doch noch kurz ins Internet zu gehen haben wir uns im Starbucks nieder gelassen. Von dort aus dann wieder zum Rolfinator und auf Schlafplatzsuche. Da hatten wir aber nen Klasse Plätzchen gefunden. Direkt am Strand,. mit Toiletten und Strom. Da war unser Heizlüfter kurzerhand im “Schlafzimmer” auf gehangen und hat uns ne warme Bude beschert! Die Nacht haben wir nich gefroren. ;-)

Zur Mitte der Woche hieß es dann KULTUR und SIGHTSEEING!

Los ging das Spektakel mit dem Cable Car, einem alten, bahnähnlichen Wagon der von zwei Stahlseilen auf einen der Hügel von Wellington gezogen wird. 

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Von hier aus konnte man auch direkt in den botanischen Garten. Wir hatten ja lange keinen gesehen.

Das Te Papa, das Museum von Wellington stand als nächstes auf unserer Liste! Das Museum ist das modernsten der Welt und das zurecht. 317 Millionen Dollar hat der Schuppen gekostet. Dafür haben sie sich aber nicht Lumpen lassen. Der weltweit größte, ausgestellte Oktopus hatte hier seine letzte Ruhestätte. Die Themen reichten von Erdbeben, über Tsunamis bis zu Vulkanen. Es wurde sich mit der Entstehung der Welt und den verschiedenen Tierarten auseinander gesetzt! Sogar das Gerippe eines Wales hing unter der Decke! Also wirklich richtig Klasse, in Peters Worten *SUPERHYPERGIGAGALAKTISCH* ;-) Und das Beste war, freier Eintritt.

Die Dunkelheit kam dann wie immer übers Land. Den selben Schlafplatz wie gestern haben wir wieder auserkoren, Karaka Bay heißt der übrigens. Unser kleiner Lüfter hat knallharte 15 Stunden durchgeknattert bis zum nächsten Tag. Hilfe war mir warm! :-D

Donnerstag, der 15.07.2010

Wellington sollte jetz erst mal wieder sicherer werden, wir hatten uns geeinigt nur noch die kostenlose, öffentliche Dusche zu besudeln um dann sauber die Stadt verlassen zu können. Otaki Beach, klein aber fein und perfekt um direkt am Strand zu pennen dachten wir uns und setzten es in die Tat um. Ab zum Mt. Taranaki. Mal sehn was der so zu bieten hat…

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Um 17.08 Uhr ging hier die Sonne unter.

(written by B.)

Verfasst von: beatle89 | Juli 13, 2010

Napier – “The Art Deco Capital of the World”

Uns fiel auf, im Zentrum der Hawke’s Bay, dass es hier eine Menge Weinanbaugebiete gibt. Und als wir in Napier im Infocenter nach einer billigen Bleibe fragten, gab die nette Frau uns noch eine Broschüre über die Weine in der Umgebung von Napier und Hastings. 36 verschiedene Weinhersteller waren dort aufgelistet und das waren noch nicht alle. Und natürlich wollten wir wissen, ob man auch gratis testen konnte. Aber dazu komm ich später. Wir endschieden uns dann für den “Westshore Holiday Park”, wo wir für 26$ pro Kopf drei Nächte bleiben durften. Es war super dort, beste Facilities, schön gemütlich und für die kleinen sogar ein Trampolin. Doch das wichtigste für uns nach vier Tagen war erst einmal eine Dusche. Ich sag euch, das tat mal wieder gut.

Am nächsten Morgen wollten wir natürlich wissen, was an der Aussage über Napier (siehe Überschrift) wirklich dran ist und wir gingen los, die sechs Kilometer, vorbei am Port, in die City. Und wirklich hatte die Stadt einen guten Wiedererkennungswert. Ziemlich alle Gebäude waren in dem, um ca. 1930 modernen Art Deco Stil erbaut worden und das hatte auch einen Grund. Nämlich am 3. Februar 1931 zerstörte das stärkste Erdbeben der Neuseeländischen Geschichte fast die ganze Stadt, 258 Menschen starben. Natürlich musste es wieder aufgebaut werden und die Stadt Napier endschied sich für den schmucken “Art Deco Stil” der wohl damals im Trend war. Naja, soviel dazu. Wir guckten uns dort ein bisschen um und gegen 3pm saßen wir im Pub und hatten ein Guinness in der Hand, wie das der Zufall halt immer so will. ;-)

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Typisch für den “Art Deco Stil” ist das A&B Building, wo die ASB Bank von Napier ihren Sitz hat.

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Genauso das Gebäude der “National Tabacco Company”, typisch “Art Deco”.

Kurz vor dem Sonnenuntergang stolperten wir den langen Heimweg ins Camp und machten uns was zu Essen. Bis um 2am guckten wir sinnlos in die Röhre und dann war es soweit, das Viertelfinalspiel zwischen Argentinien und Deutschland im Free TV. Man ich freute mich wie ein Schneekönig. Eigentlich wollten wir in eine Bar gehen und das Spiel gucken, doch die Penner vom Gesetz endschieden sich dazu, alle Bars um spätestens 3am zu schließen. Naja war nur zu unserem besten, so sparten wir Geld und mussten nicht soweit nach Hause stürzen. ;-) Ich weis nich warum aber ich war aufgeregter als die Leute bei “Die Stunde der Wahrheit”. Alles gut und schön, sie gewannen 4:0 und wir konnten mit ruhigem Gewissen einschlafen.

Wir pennten bis um 10am, fuhren in die City und machten einen ruhigen Tag in Napier. Wir klamperten an der Promenade entlang und später ging es ins Starbucks. Da es Nachts ziemlich kalt wurde und wir auch auf dem Weg zur noch kälteren Südinsel sind, endschieden wir uns im Kathmandu lange Unterhosen zu kaufen. Die sehen zwars bescheuert aus, aber den Zweck erfüllen sie allemal. Abends im Camp machten wir uns lecker Knoblauchbrot und irgendwann ging es mit den super warmen Unterhosen ins Bett.

Nach dem drittem Tag mit super schönem Wetter, war es mal wieder Zeit für Regen. :-( Da man dann nicht viel zu Fuß machen konnte fuhren wir in die 20 Kilometer entfernte Nachbarstadt Hastings. Dort gab es einen Laden in dem Beatle seinen schonwieder “nichts machenden” I-Pod in Reparatur geben konnte. Im I gab uns die Frau einen Zettel von einer Eisdiele namens “Rush Munro’s” die im Jahre 1926 eröffnet wurde. Und so lecker, wie sie alt war, war es dort auch. Mmh, das war nicht irgendein Eis, es war DAS Eis!!! Haägen Dasz kann einpacken. Nagut, das war dann auch das Highlight des Tages und wir fuhren zu einem Park, wo wir und die Zeit vertrieben. Beatle verkroch sich in die Zauberwelt von Harry Potter und ich schlief bis es Abendbrot gab. Wie gesagt, bei schlechtem Wetter kann man nicht viel machen.

Am nächstem Tag fuhren wir in die Bibliothek, lasen Zeitung und fuhren anschließend nochmal zum I und ich holte uns Information über die besten und günstigsten Winery’s. Dann war es soweit, das Weinverköstigen stand an und das auch noch gratis. :-D Ab zum nicht weit entfernten Weinhersteller “Sileni Estates”. Über eine durch Weinorchards gesäumte Straße kam man genau auf das Gebäude, vor den Hügeln von Hawke’s Bay, schauen. Wir gingen rein, guckten uns um und stürzten erstmal in den Weinkeller, wo zwei Herren schon Wein genossen. Wir wieder hoch und in den Store, wo uns nach ein paar Minuten eine sehr freundliche und sehr gesprächige Frau willkommen hieß. Sie hieß Anne B. und nahm uns direkt mit zu den Weinen an die Bar, als ich ihr den Zettel von der gratis Weinverköstigung vorlegte. Sie schüttete gleich den ersten ein und wir erzählten ihr ein paar Stories. Sie gab uns noch einen Tipp, wo wir pennen konnten für diese Nacht, auf welchen Weinorchards, auf der Südinsel, wir eventuell Arbeit finden könnten und nach dem sechsten Wein und einem Foto haben wir uns verabschiedet und sind zu dem Platz am Strand gefahren. Ein super schönes Stückchen Erde, kein Sandstrand sondern Kies. Man konnte gut einschlafen mit dem Geräusch im Hintergrund, wie die riesigen Wellen aufprallten und den Kies ins Meer zurück zogen.

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Guckt euch den Beatle an, aber die nette Frau hat auch voll die Faxen gemacht.

Am nächsten Morgen nach dem Kaffee, ging es in Hastings in den Pak ‘n Save. Wir kauften ein paar Sachen ein und fuhren anschließend wieder zurück nach Napier. Dort guckten wir uns nach einer billigen Werkstatt um, wo wir am günstigsten unsere WOF (Warranty of Fitness, sowas wie der TÜV) für Rolf machen konnten. Wir fanden eine kleine Werkstatt, die von einem Inder betrieben wurde und machten ein Termin für den nächsten Morgen aus. Die WOF sollte hier 35$ kosten. Die WOF ist quasi das durchchecken des kompletten Wagens und wenn alles in Ordnung ist, gibts für ein weiteres halbes Jahr die technische Zulassung. Danach fuhren wir erneut zum Westshore Holiday Park um noch einmal zu duschen, zu waschen und alles aufzuladen. Den Abend haben wir uns lecker Chilie Con Carne gemacht und sind zeitig ins Bett.

Wir wollten, wenn wir die Möglichkeit schon mal haben, am nächsten morgen das Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien gucken und dazu lecker Frühstücken. Das Frühstück war super doch leider das Spiel nicht so, wie ihr sicher selber wisst. Naja das änderte aber nichts an der Tatsache, dass wir weiter reisen wollten. Vorher allerdings hatten wir den besagten Termin mit dem kleinen lustigem Inder, der Rolf durchchecken sollte. Er fuhr ihn auch gleich auf die Hebebühne, guckte sich die ganze Sache mal an und füllte seinen Zettel aus. Wir dachten uns, hoffentlich wird das nicht so schlimm wie in Sydney mit unserem Sörbie. Da Rolf bei der letzten WOF schon keinen neuen Auspuff bekommen hatte musste er eigentlich jetz fällig sein, dann noch der Steinschlag in der Windschutzscheibe, oh oh. Aber als er fertig war sagte er: “It’s all good!” Und wir fragten: “Wie es ist alles gut, wirklich?” Ja und tatsächlich er gab uns den Sticker mit Zulassung bis Januar, nahm nur 30$, weil er kein Wechselgeld hatte und den Zettel mit allen Ergebnissen. Naja, dachten wir, das klappt ja. Ach ja, das beste an den ganzen Tests war der Bremstest, wir haben uns nicht mehr eingekriegt, er fuhr Rolf drei Meter zurück, gab Gas und nach einem Meter bremste er, das war der Bremstest. Wir haben später Tränen gelacht, es war zu lustig, sowas haben wir noch nie erlebt. :-D

 

(written by M.T.)

Verfasst von: beatle89 | Juli 4, 2010

Auf Schusters Rappen und Rolfs Schlappen…

Unsere Reise durch das Land der großen weißen Wolke hat also offiziell begonnen! Der erste Rastplatz war schon total cool, direkt am Meer und mit “fliegenden Fischen”. Die sind da gelegentlich ausm Wasser gehüppt! Den nächsten Morgen haben wir den Tui (Klötenvogel), wir erwähnten, das Markenzeichen von dem Bier mit den Fragen im Deckel, gesehen und beim morgendlichem rumgeträllere zugehört.

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Seht ihr die weißen Klöten am Hals des Tui’s?

Der macht echt verschärfte Geräusche. Anschließend haben wir kurz halt gemacht und bei der Ortschaft Opotiki einen 2000 (!!!) Jahre alten Baum unter die Lupe genommen!

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2000 Jahre alt, weil der “Puriri Tree” robust ist, wie V2A Stahl. Man kann das Holz noch nicht einmal zum Schnitzen oder ähnliches verwenden. 

Ansonsten gabs hier nichts weiter zu sehen, deswegen sind wir ohne große Umwege zum East Cape gefahren. Dem Punkt, der am nächsten zur Datumsgrenze liegt, abgesehen von ein paar unbewohnten Inseln! Hier wollten wir eine Nacht pennen und dann als aller erste den nächsten Tag begrüßen. Wir wollten… man hat das geregnet den Tag, dafür wollten wir dann auch nicht aufstehen und noch eine Nacht hier bleiben. Uns war auch das Bier ausgegangen, also sind wir über den 17km Feldweg, direkt an der Küste wieder nach Te Araroa, um da die nötigsten Dinge einzukaufen und nen bisschen Wurst, Käse und Brot :-D . Den ganzen Tag am East Cape zeit verschwenden war uns allerdings auch zu doof. Wir entschieden Tikitiki, einen Nachbarort mit uralter Maorikirche einen Besuch ab zu statten! Diese besagte Kirche war der Kracher, alte Schnitzereien, eine Bibel in Maorischrift und nen kleiner Nager der neben der Kirche seine letzte Ruhe gefunden hat! ;-)

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Den Würgereitz hatten wir überwunden und sind wieder zurück zum East Cape. Die 17km Feldweg später, war das Wetter ganz passabel und wir sind hoch zum Leuchtturm. 737 Stufen mussten wir hoch, danach kann man das mitgebrachte Bier schön genießen.

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Ein bissl schief geworden mit Selbstauslöser.

Das bedeutet Quasi, dass wir ca. 15 ganz frische Minuten mit Bier trinken verbracht haben, wir konnten die Zeit förmlich auf uns zu kommen sehen. Schon irgendwie nen cooles Gefühl… Die Wettervorhersage für Morgen hieß aber wieder Regen, also sind wir dann noch mal durch Tikitiki, so doof wie es klingt, und haben ein paar Kilometer weiter irgendwo am Straßenrand angehalten zum schlafen. In der Nähe vom Mount Hikurangi, das sollte einer unser ersten Berge sein auf die wir klettern. 1752m hoch, kein Ding… :-D Es ist der höchste nichtvulkanisierte Berg der Nordinsel. 

Am Samstag, dem 26.06.2010 fuhren wir also zu dem Parkplatz vom Berg packten die Rucksäcke mit Essen und nichts wie hoch an die frische Luft. 2.5h haben wir gebraucht um eine kleine Hütte in ca. 1000m Höhe zu erreichen. Zusammen geschustert aus allem was grade so da war und nem Schacht, von dem aus man die Gegend, beim großen Geschäft, bestens beobachten kann. Als Markus dann fertig war ;-) , wir das Bier ausgetrunken hatten, haben wir die Hütte mal von innen begutachtet. Da hat´s an nichts gefehlt, Dosenfutter, nen Ofen und nen Stuhl, Betten, alles was man braucht. Zwecks des Regens der aufzog, mussten wir kehrt machen. 1 Stunde hat der Rückweg nur gedauert und wir waren koch gar nach den ca. 12 Kilometern Fußmarsch.

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In den Wolken, der Mt. Hikurangi.

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Eine wunderbare Sicht übers ganze Land.

Ihr habt vermutlich die ganze Zeit noch nichts von Dusche gelesen, dass liegt daran das wir seit 4 Tagen keine hatten… BÄÄÄH!!! Wir haben in Ruatoria Rolf noch mal den Rüssel in den Tank gehalten und sind nach Tokomaru Bay gefahren. Eigentlich wollten wir da am Strand nur nen Kaffee trinken, da es uns hier aber so gut gefallen hat, haben wir die 10$ fürs Camp bezahlt und sind eine Nacht geblieben. Die Dusche haben wir aber sowas von genossen!!!!

Sonntag haben wir dann gegen 12 das Camp verlassen und sind bei schönem Wetter nach Gisborn. Nach dem üblichen I Besuch gabs am Strand nen Kaffee und wir sind auf einen in der Nähe gelegenen Lookout gegangen. Gisborn von oben hat was! Außerdem ist es die Stadt, an der James Cook 1769 das erste mal Neuseeländisches Festland betrat.

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Den Abend wollten wir uns eigentlich in eine Bar setzen, Bier trinken und dann das Spiel Deutschland gegen England gucken. Wir Spezialisten hatten aber unseren Pass im Auto gelassen, haben kein Bier bekommen und das Spiel wurde auch nicht übertragen, bzw. hatten die Vögel nur bis 1.00 Uhr Nachts auf. Das hat Markus ziemlich angekotzt. Viel gibts also nicht mehr zu erwähnen für den Abend… :-(

Montags, wenn die Läden alle offen haben kann man auch ma inne City und sich Gisborn angucken. Gesagt getan. Wir wollten schon fast wieder zurück, aber unser Weg führte uns in einen Outdoorladen. Kathmandu, eine Outdoorladenkette, hatte gerade ne Winteraktion und dadurch 50% auf fast alles, außer Tiernahrung… Wanderschuhe wollten wir zwei uns lange schon zu legen und heute war es dann soweit. Von 300$ auf 150$ waren meine Schuhe Reduziert und Markus´von 350$ auf 175$ + gratis Lederpflege im Wert von 17$—> GEKAUFT!

Mit neuer Fußbekleidung kam MAHIA PENINSULA, die Halbinsel östlich von Hawke’s Bay, um einen Besuch von uns nicht mehr drum herum. Irgendwo am Strand, beim “NO CAMPING SCHILD” haben wir dann gecampt. ;-) Und uns ein Woodstock genehmigt!

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Guter Tropfen.

Dienstag sind wir dann auf die andere Seite der kleinen Halbinsel und haben einen 2h Wanderweg irgendwo in der Pampa ausfindig gemacht. Mit neuen Schuhen alles kein Thema. Unterwegs gabs so einige schöne Ecken zu sehen:

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Beautiful!!!

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Zu überquerende Floodways sind mit unseren neuen Schuhen kein Thema mehr.

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Unsere neuen 50 Milliarden Meilen Schuhe.

Da die Schuhe ja richtig eingelatscht werden müssen, haben wir uns so gedacht, gehen wir uns am Lake Waikaremoana ma schön Blasen an die Füße laufen!

Von Mahia Peninsula sind wir dann mit bester Laune und bei schönstem Wetter auf nach Wairoa ins INFOCENTER, Yea Haw!!! Die Frau hatte Ahnung, da gabs nix, was sie nicht wusste! Alle möglichen Fragen, von Wetter über Einkaufzentrum bis Wanderwege, bekamen wir beantwortet. Bestens Informiert sind wir zum See gefahren, haben im Motor Camp eingecheckt und uns erstmal fest gefahren :-D !!! Nicht das die Frau nich gesagt hätte, >geht erst ma gucken, nich das, dass da zu schlammig ist!<… Mit Gummimatte und Frühstücksbrett haben wir dann vergeblich versucht den Karrn wieder ausm Dreck zu zerren… Gott seis gedankt, kamen ein paar Jungs mit nem Truck vorbei. Die haben Rolf dann befreit und sind direkt wieder gefahren. Kam mir fast so vor als wenn die den ganzen Tag unterwegs sind nur um wahnsinnige Backpacker ausm Schlamassel zu helfen!

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Der Klassiker. :-D

Donnerstag, der 01.07.2010

An dem am Lake ansässigen Infocenter haben wir noch die letzten Klarheiten beseitigt, ne Karte gekauft und sind los in den Wald. Den ersten Walktrack hatten wir in 30 min auch schon hinter uns. Das war perfekt zum warm werden und die drei Wasserfälle waren auch oalglatt! Da wir grade dabei waren dachten wir uns, dass alle guten Dinge, diesmal, vier sind. 2 min später war dann also der dritte Wasserfall auch vor unserer Linse :-)

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Nummer 1, die “Aniwaniwa Falls”

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Nummer 2 und 3, “The Momahaki Falls” vorne und hinten “The Bridal Falls”

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und zu guter letzt, “the Papakorito Falls”

Das “Lake Waikaremoana Reseve” hat allerdings noch einen See zu bieten, den “Lake Waikareiti” der zu Fuß in einer Stunde zu erreichen ist. Das Wetter hatte aber irgendwie was gegen uns… Wir haben den See kaum sehen können und unsere Klamotten waren dann auch ziemlich durch geweicht. Im Day Shelter, einer kleinen Hütte, haben wir Mittag gemacht und sind dann wieder zurück. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel, und das hatten wir für den Tag dann auch erreicht. Auf dem Weg zu unserem Nachtquartier, fuhren wir noch an den “Mokau Falls” vorbei und bei dem Camp am Ende der Straße kam Rolf dann zum stehen. Direkt am See, herrlich und das Wetter wurde auch besser.

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So, die “Mokau Falls” waren dann glaub alle Wasserfälle hier im Reserve. ;-)

Zum Freitag hatten wir dann wieder besseres Wetter und konnten den ganzen See von “Lou´s Lookout” begutachten. Eine Klasse Aussicht.

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Der Lake Waikaremoana von Lou’s Lookout und seht ihr Rolf?

Die Frau vom I hatte noch “The Onepoto Caves” empfohlen. Lauter Höhlen in die man zum Teil auch hinein gehen kann, wir sollten nur an eine Taschenlampe denken! Der Weg an sich ist nicht erwähnenswert, aber die Höhlen waren der Hammer.

Die nächsten Tage wollten wir dann Napier erreichen und haben uns wieder auf den Rückweg gemacht. Am Lake Tutira haben wir dann bei der absoluten kälte die Nacht verbracht.

Markus hatte irgendwo gelesen das hier in der Nähe die “Shine Falls” 58m in die Tiefe stürzen, wenn das mal nix für uns ist, ja die Wasserfälle habens uns angetan ;-) Wir sind ein paar Kilometer zurück gefahren und wanderten 1h in dem Boundary Stream Scenic Reserve rum bis wir den seit langem schönsten Wasserfall sahen. In diesem Reserve versuchen die Kiwis, Kiwis zu züchten doch sie liefen uns leider nicht über den Weg.

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ATEMBERAUBEND!!!

Über das Wetter konnten wir uns auch nicht beschweren, es war herrlich. Wenn es in NZ nicht regnet, ist es absolut unbeschreiblich schön, egal wo man ist! Das haben wir dann ausgenutzt und direkt noch was gegessen in dieser Idylle.

Als alles wieder ordnungsgemäß in Rolf verstaut war, sind wir ohne weitere Umwege nach Napier. Hier wollen wir erstmal ein bisschen bleiben und sehen was die Stadt so zu bieten hat!

 

(written bei B.)

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